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Das Ruhr-Atoll - Ein Projekt der Kulturhaupstadt Europas 2010

10 Umsetzung Die Realisierung des Ruhr-Atolls begann für die interessierte Öffentlichkeit bereits in Herbst 2004. Mit finanzieller Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Essen wurden nach den Entwürfen der eingeladenen Künstler maßstabgetreue Modelle bebaut. Die 25 Mo- delle vermittelten schon zum damaligen Zeitpunkt einen Eindruck von der kreativen Vielfalt des Projektes. Die Modelle wurden zunächst im „Palast der Projekte“ auf Zollverein, später im Skulpturenmuseum „Glaskasten“ in Marl,in derWhitebox in München sowie in den Flottmann Hallen in Herne gezeigt. Bereits in der Bewerbungsphase zur Kulturhaupt war das Ruhr-Atoll eines der Leitprojekte.Die in der Ruhr-Atoll-Kunsthalle (Essen-Werden) gezeigte Sammlung ist als „Keimzeile“ integralerTeil des Gesamtprojekts und steht institutionellen Partnern für Präsentationen auf Messen und KongressenzurVerfügung.NachEndederAusstellungsinddieModelle käuflich zu erwerben. Nach Maßgabe der Realisierbarkeit vor Ort wurden 2008 durch das Kuratorium acht Inseln und ein Wasserzeichen für die 1:1 Realisierungausgewählt.InderUmsetzungdesdidaktischenAnsatzes kooperierte das Ruhr-Atoll mit Institutionen, die sich im kulturell/ wissenschaftlichen und politischen Geschehen in Deutschland und Europa durch offenes Denken identifizieren wie das „Wuppertal- Institut“unddasMUSE-LaborderYehudi-Menuhin-Stiftung.Aufgrund der weit reichenden Folgen der Finanzkrise musste die Zahl der Inseln 2009 noch einmal reduziert werden.Dem künstlerischen Beirat oblag die schwierige Aufgabe, aus der Vielzahl der überwiegend guten Entwürfe fünf auszuwählen. Wesentliches Auswahlkriterium war es, trotz der geringenAnzahl der Inseln ein möglichst breites künstlerisch- wissenschaftliches Spektrum abzudecken, als Ensemble aber auch einen thematischen Kanon zu bilden. Als kontemplatives Bild behandelt das Teehaus („Frosch und Teemeister“) von Kazuo Katase und Michael Wilkens die Grundbedürfnisse des Menschen: Festen Boden unter den Füßen, ein Dach über dem Kopf,Wasser, Nahrung. Politisch-medial wechselt das U-Boot vonAndreas M. Kaufmann und Hans-Ulrich Reck zwischen den -Wahrnehmungsebenen: Von außen eine Kriegswaffe, von innen fast eine Kappelle mit Kirchenfenstern aus Hunderten von CNN-Nachrichtenbildern.

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