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Das Ruhr-Atoll - Ein Projekt der Kulturhaupstadt Europas 2010

14 „Kunst ist Energie, Energie ist Bewegung“ – so lautet der dem Ruhr- AtollzuGrundeliegendeLeitgedanke.BeziehtmandiekinetischeKunst mitein,habenKunstundEnergieüberdieseKunstformeinebesondere Weise der wechselseitigen Wirkung. Weniger augenscheinlich ist aber eine andere Verbindung von Kunst und Energie, nämlich die eher natur- und ingenieurwissenschaftliche sowie energie- und umweltpolitischeAuseinandersetzung mit der Frage der Entwicklung von Energienachfrage einerseits und deren Deckung andererseits. Dabei liegt gerade auch in dieser Verbindung eine große Chance, wenn die Kunst als Vehikel, quasi als Transportmedium genutzt wird, die Energieversorgung mit ihren vielfältigen Facetten in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.Der vierte Sachstandsreport des Weltklimarates, die Zunahme an wahrscheinlich klimabedingten WetterextremenmithorrendenSchadensmeldungenunddiedrastisch gestiegenen Energiepreise machen Energiethemen heute zu einem natürlichen Bestandteil der politischen und gesellschaftlichen Diskussion. KUNST UND ÖKOLOGIE Prof. Dr. Ulrich von Weizsäcker und Dr. Manfred Fischedick Damitistaberpraktischnochnichtserreicht.DieTreibhausgasemissionen steigen weltweit weiter an, und die energiebedingte Umweltver- schmutzung nimmt insbesondere in den Megastädten der Welt extreme Ausmaße an. Trotz starker Sensibilisierung entzieht sich die Energieversorgung in den Industrieländern immer noch zu großen Teilen der Wahrnehmung der Verbraucher. Es ist an der Zeit, die EnergiefragedauerhaftinunserBewusstseinzurücken.DieKunstkann dazugleichermaßenimdoppeltenSinnebeitragen.Siekannzumeinen das schon genannte Vehikel stellen, „Energie“ plastisch darzustellen und damit wieder erfahrbar zu machen. Zum anderen kann sie zu einer Dynamisierung des Diskussionsprozesses beitragen, denn auch im Energiebereich ist heute ein hohes Maß an Inspirationsfähigkeit erforderlich, das der Kunst zu eigen ist.

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