Tuchfühlung 1

Tuchfühlung 1 („Die Haut, das Gewand, das Haus“), veranstaltet im Sommer 1997 in der Altstadt von Velbert-Langenberg, thematisierte die Entwicklung der menschlichen Hülle vor dem Hintergrund der ehemaligen Seidenweberstadt. Seit Jahrhunderten in  bäuerlichem Nebenerwerb mit der Weberei beschäftigt, erlebte Langenberg durch die Erfindung eines Seidenveredlungsprozesses, etwa ab 1870, eine relativ  kurze, aber intensive wirtschaftliche Blüte. Großbürgerliche Villen in Kontrast zu der kleinteiligen, von zwei Bächen durchzogenen Fachwerkarchitektur prägen noch heute das Stadtbild. Über 200 zum Teil renommierte KünstlerInnen ließen sich auf den Ort ein und installierten ihre teils filigranen, teils großformatigen Arbeiten in Kellergewölben, Kirchen, Gassen, Parks, Häusernischen und Gärten. 120 künstlerisch gestaltete 1,70 x 2,70 Meter große Segel standen in den beiden Bächen, markierten die ehemalige Grenze zwischen Rheinland und Westfalen und erinnerten durch ihre Farbigkeit an die seinerzeit üblichen Farbeinleitungen der Textilindustrie. Die Besucherbilanz war mit mehr als 100.000 Besuchern überwältigend. Langenberg ging mit der Kunst und den Künstlern auf Tuchfühlung, verwandelte sich für die Dauer der Ausstellung in einen Ort voller Lebendigkeit, fröhlicher Gelassenheit des intensiven Dialogs und der aktiven Wahrnehmung.

BG11

Oliver R. Jordan

01-564

Jens J.Meyer

Rune Mields

Rune Mields

01-571

Heinrich Brummack

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Ulrike Kessl

01-562

Wolfgang Stiller

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Gottfried Schumacher

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Gottfried Heinz & Norbert Bauer

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Robert Scheipner & Claudia Sacher

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Mauricio Rosenmann

01-570

Rita Oerters

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Rita Oerters

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Das große Tuchhaus

01-557

Portait eines jungen Mädchens und Leda

01-566

Windjammer